Thunfans » Spielberichte » Challenge League 2008/2009 » Wil - Thun
Wil - Thun 2:0
16.05.2009Challenge League 2008/2009


Warum bin ich mit Mattäng heute nach Wil gekommen? Gute Frage. Ich hatte Thun seit dem NLA-Abstieg nicht mehr spielen gesehen und durch Mattäng habe ich immer wieder einmal etwas über den Klub gehört und wollte mir selber anschauen, ob es wirklich so schlimm steht wie die letzten paar Resultate befürchten liessen.

Aber zuerst eins nach dem anderen: Kurz nach Vier trafen wir beim Bergholz ein, von weiten haben wir schon Berner Fahnen gesehen... Chapeau, sehr gastfreundlich. Zusammen haben wir dann festgestellt, dass in der NLB offenbar erst 60 Minuten vor Anpfiff die Stadiontüren geöffnet werden. Aha. Als wir dann aber drin waren, wurde kultige Stadionmusik u.a. Plüsch gespielt... Chapeau, sehr gastfreundlich. Die Sonne schien und es war praktisch schon sommerlich warm. Auch das Bier war gemäss Mattäng tiptop. Also – was könnte den heutigen Nachmittag trüben?

Leider gab es da zu viel.
Heute standen zum ersten Mal Andres Gerber und Eric 3.14159265 Zürcher an der Seitenlinie. Wäre die Mannschaft also fähig, eine Reaktion auf die schwachen Spiele der zweiten Saisonhälfte zu zeigen?
Ganz ehrlich: Schon nach 10 Minuten habe ich zu Mattäng gesagt, dass die Landschaft wunderschön aussehe. Natürlich niemals so schön wie das Panorama mit den Bergen und dem Thunersee, das man im Lachenstadion geniessen kann. Es war mir schon nach 10 Minuten ziemlich langweilig. Wobei ich betonen möchte, dass dies auch am Wiler Fussballspiel gelegen hat – die Wiler waren sehr defensiv eingestellt. Wieso eigentlich? Vor was hatten die Angst?
Was sich in den ersten 16, 17 Minuten abspielte auf dem Platz an nennenswerten Aktionen? Sorry, ich weiss es schlichtweg nicht mehr. In der 17. Minute fiel dann das 1:0 für den FC Wil. Eine Aktion durch Silvio, ein an den FC Wil ausgeliehenen FCZ-Spieler. Ich freute mich für ihn, aber trotz dem heutigen Goal glaube ich nicht wirklich, dass er für die Super League genügt.
Irgendwie habe ich dann in der 30. Minute glaubs ein Bier für Mattäng geholt. An das erinnere ich mich noch. Was dann auf dem Platz geschehen war? – Sorry, ich weiss es nicht mehr. Okay... Es war nun Halbzeit. Nach der Pause wurde das alles nur noch schlimmer. Ich war nahe daran einzuschlafen. Dann habe ich noch Ethnologie betrieben: In Wil ist es offenbar Brauch und Sitte, dass sich die Jugend Gras anwirft. Aha. Ach ja... Ich bin an einem Fussballspiel, hätte es fast vergessen. Oder vielleicht hatte ich es auch vergessen. Ah ja... Mattäng ist neben mir. Juhui! Ah endlich fast fertig. Huch, da hat Caesar noch Rot bekommen? – Mattäng meint, weil er den Schiedsrichter beleidigt habe. So... inzwischen ist auch in der 90. Minute das 2:0 gefallen, Herr Gsell war der Glückliche, der sich somit noch in Mattängs Torschützenliste auf dieser Homepage eintragen lassen darf.

Was gibt es sonst noch zu berichten? – Dass der Rückpass, welcher zur Vorlage zum 2:0 von Wil wurde, von Ikanovic k-a-t-a-s-t-r-o-p-h-a-l war? Dass ich es fragwürdig finde, wenn Zahnd nach dem Spiel bei seinen Eltern nach einem der schlechtesten Spiele, das ich gesehen habe, jammert, dass der Schiri einen Elfmeter unterschlagen hätte oder ein „Mitspieler“ erzählt, dass das Trainieren jetzt unter dem neuen Trainerduo mehr Spass macht. Dass nach dem Spiel ein Strafauslaufen folgte? Und ich fassungslos war, weil dies kein Strafauslaufen also Betonung auf Laufen also Rennen, sondern ein Strafspazieren war??? Sogar ich hätte mit diesen Spieler noch mithalten können. Dass offenbar ein Goalie Stulz meint, er kann dieses Strafspazieren, das ja eigentlich hätte ein Strafauslaufen sein müssen, mit Socken bestreiten können???

Zuletzt noch dies: Fragwürdig finde ich es, wenn ein Thuner Architekturbüro im Matchprogramm vom FCZ mehrere Saisons lang Werbung macht. Hallo, Herr FC-Thun Verwaltungsrat? – Fragt Ihr vielleicht mal dort nach, warum die dort nicht für den FC Thun Werbung gemacht haben (was ja eigentlich nur logisch wäre?). Ich denke, Ihr werdet ein paar interessante Antworten bekommen.

Radisli