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Thun - Yverdon 1-0
23.04.2006Super League 2005/2006


Scheint die Sonne, scheint sie nicht? Schon am Vormittag sind wir am Rätseln, ob wir uns vor dem Spiel wirklich zum Sünnele und Süffele auf dem Grunderinseli treffen können oder ob wir uns doch für die Schlecht-Wetter-Variante im Tea Room-Lachen entscheiden müssen. Wir setzen schliesslich alles auf Sonne und treffen uns am See. Gegen 20 Fans sind wir – ungefähr gleich viele Leute, wie wenig später in der Yverdon-Kurve stehen werden. Fröhlicher und lauter sind wir ohnehin schon jetzt - besonders diejenigen, welche nach geglücktem Tausch irgendein bislang fehlendes deutsches Fussballstadion oder einen vermissten Saudi-Araber in ihr Panini-Album kleben können.
Eine laute Fröhlichkeit, die am Match irgendwie verloren geht. In der 1. Halbzeit haben wir nur Kevä als Capo, wobei er erneut mehr eine optische als eine akustische Bereicherung ist. Die Stimmung ist äusserst durchschnittlich, wobei sie nach der Pause immer mehr abflaut.
Der Oschtblock-Fanclub, der auf der Tribüne Platz genommen hat, und zumindest ab und zu bei einem Wechselgesang mitmacht, teilt das Motto „Relaxen und Abwarten“ scheinbar mit der Mannschaft. Es passiert absolut nichts auf dem Rasen. Erst in der 55. Minute hat Thun die erste gefährliche Torchance. Wenigstens ist der Abpraller gleich Chance Nummer 2. Froh stimmt das Spiel aber trotz warmen Sonnenstrahlen nicht.
Für am meisten Aufregung sorgt noch Jan, der plötzlich seine Kappe vermisst. Dies bei 20 Grad. Aber es steht halt nicht jeder so souverän zu seiner Fehl-Frisur wie Kevä. Über eine Stunde suchen wir nach dem Wollding und tasten dabei sogar (im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften) Argentinien-Mitzi ab. Schliesslich finden wir die Kappe – Überraschung! - am Boden.
Peischl wechselt zwar fortlaufend Spieler aus, doch Schwung will irgendwie nicht ins Thuner Spiel kommen. Chancen ergeben sich gegen Spielschluss vorab deshalb, weil Yverdon jetzt mehr wagt. Doch weder kommt Thun zu Grosschancen, noch entsteht wirkliche Gefahr vor Lopar, welcher erneut spielt.
Hoffen auf einen Sieg darf man einzig aufgrund der Tatsache, dass die Yverdon-Abwehr häufig hart in die Zweikämpfe steigt. Ist wirklich jedes Duell sauber oder drängt sich langsam ein Penalty auf? In der 86. Minute befindet Xamax-Fan-Wildhaber (endlich) eine Szene als so überhart, dass er Penalty pfeift. Deumi legt sich den Ball hin und trifft. 1-0. Eine nicht wirklich verdiente Führung, aber wir freuen uns trotzdem. Dieses Penaltytor reicht zum Sieg.
So sitzen wir abends im Hooters in der Abendsonne und feiern den Sieg inmitten schöner Frauen. Die drei Punkte sind notiert, das Spiel schnell vergessen.