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Thun - Schaffhausen 1:1
10.01.2015Testspiele 2000 bis 2017


Es guets Nöis! Und wie. Die Thuner haben vor und während den Festtagen so viel Herzblut für ihren Verein bewiesen, dass wir vom Fussball- und Wettergott mit blauem Himmel und frühlingshaften Temperaturen im 15-Grad-Bereich belohnt werden. Spielverderber sind aber die Verantwortlichen des FC Thuns: Offen ist ausschliesslich die schattige Haupttribüne. Dabei könnten wir uns auf der sonnigen Gegentribüne doch so schön bräunen lassen. Und wie da erst bei gefühlt 30 Grad die Getränkeverkaufszahlen in die Höhe schnellen würden. Nur Fanclublegende ist ganz froh, bekommt er einen Platz im Schatten statt an der Sonne. Man merke also: Fanclublegende hat nicht primär was gegen Pyros, sondern gegen Hitze allgemein.
Feuerlöscher kommen heute aber im Gegensatz zu früheren Partien gegen Schaffhausen (Remember das Spiel vom 8. November 2006) gar nicht zum Einsatz, obwohl doch einige Gelb-Schwarze Fans den Weg nach Thun gefunden haben. Und auch die Thuner machen ganz viel Stimmung, auch wenn Kevä sein Versprechen vom 90 Minuten-Dauersupport nicht ganz einhalten kann. Aber eine gute Stimmung während insgesamt 9 Minuten ist bei so einem Testspiel doch auch schon was. Überhaupt ist erfreulich, dass dieses Spiel immerhin 743 Zuschauer hat.
Uns interessiert natürlich vor allem, was die drei neuen Thuner Karlen, Rojas und Munsy so drauf haben. In der ersten Halbzeit überzeugt vor allem Rojas. Gleich für seinen ersten Sololauf erhält der Kiwi-Messi einen Szenenapplaus. Mussy dagegen, der vorerst nur probehalber das Thundress tragen darf, fällt nur durch eine geschickte Schwalbe im Strafraum auf. Er fliegt zwar gut, doch erhält er von Schiri Ehrlachner kein Penaltygeschenk. Während für die beiden nach 45 Minuten Feierabend ist, beginnt für Karlen der Arbeitsalltag erst in der zweiten Halbzeit. Er reagiert in der 73. Minute goldrichtig, als Wittwers Knaller an die Latte geht und der Abpraller vor seinen Füssen landet. Doch das Tor zählt wegen Offside nicht.
Karlens Treffer wäre umso wichtiger gewesen, da Thun zu diesem Zeitpunkt in Rückstand liegt. Tadic hat in der 23. Minute Schaffhausen durch einen gekonnten Weitschuss in Führung gebracht. Und das durchaus verdient, hatte doch Schaffhausen in der ersten Halbzeit mehr vom Spiel. Doch in der zweiten Halbzeit ist Thun wie ausgewechselt – was an 10 neuen Feldspielern liegen könnte. Und natürlich am ersten Auftritt im 2015 von Suomi-Ronaldo Sadik. Toll, was unser Weltstar einmal mehr zeigt. Also wenn ich Manager eines ausländischen Klubs wäre, würde ich Sadik auf die Stelle kaufen. Das 1:1 schiesst dann aber doch nicht Suomi-Ronaldo, sondern Cassio. Auch wenn er dabei von einem Patzer von Schaffhausen-Goalie Baumgartner profitiert, könnte dies ein Hinweis dafür sein, dass 2015 ein erfolgreicheres Jahr für den brasilianischen Fussball sein wird als 2014. Ganz nach dem Motto: Es guets Nöis!