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Thun - YB 2:2
13.05.2012Super League 2011/2012


Sagt der Voegeli Peter: Ein Derby gegen YB muss für jeden Thuner ein spezielles Ereignis sein, oder?
Sagt der Rama Milaim: Das heutige Spiel ist aus einem Grund speziell: Mit einem Sieg können wir noch immer auf 4. Rang hoffen. Deshalb wollen wir gewinnen.

Gut gebrüllt, Milaim. Speziell sind für Thun eher Europacupspiele, für die sich der Verein noch qualifizieren will. Aber dieses Anführungszeichen-Derby an sich wühlt uns vor allem deswegen so auf, weil das Sicherheitsaufgebot so gross ist. Die ganze Thuner Bevölkerung büsst also für die schlechte Erziehung der Stadtberner Kids. Wobei man auch von Anführungszeichen-Stadtbernern sprechen muss. «Die Thuner ab in die Berge»-Sänger haben die Reise in DIE ARENA meist in nur noch knapp kantonalbernischen abgelegenen und vergessenen Jurassic Park-Welten angetreten, wo man Namen wie Gagelmann, Groebli oder Solo Berna trägt – oder sie sind wahlweise gleich aus dem Freiburgischen angereist.
Dabei heissen doch die Vorzeigefussballer im Freiburgischen doch Schneuxty-Brüder. Einmal mehr läuft die Wette: Schiessen sie Thun zum Sieg, verdienen sie sich damit auch auf www.thunfans.ch die freiburgische Namensschreibweise. Und zumindest Marco S. scheint etwas daran zu liegen: In der 10. Minute ist er zur Stelle, als Wittwer den Ball durch den Strafraum schiebt. Marco S. kommt an den Ball und schiebt ihn an Marco W. vorbei. 1:0. Es ist der zweite Tageshöhepunkt nach der gelungenen Thuner Choreo. (BTW: Freiheit für alle Schlagzeuger.)
Das Spiel ist in etwa ausgeglichen. Während Thun aber variantenreich spielt, scheint bei YB Mayuka für jeden einzelnen Aufreger zuständig zu sein: Er fällt durch Fouls, durch Schwalben, aber eben auch durch jede Menge Strafraumszenen auf. Und so ist es auch er, der das 1:1 erzielt – in der 31. Minute auf Pass von Josh Simpson. Thun schlägt aber zurück – sportlich versteht sich. Bei einem schnellen Angriff passt Christian Schneuxty von der Grundlinie zu Wittwer, der den Ball ins Netz köpfelt. 2:1.
Ab der 37. Minute liegt Thun somit wieder in Führung. Doch die Chancen auf einen Sieg stehen trotz Führung und ambitioniertem Auftreten nicht allzu gut. Neben Mayuka und Ghezal (in einer Mischung aus übermotiviert und tiefschläfrig begeht er Fehler um Fehler) entwickelt sich aus Thuner Sicht unerwartet ein weiterer Gefahrenherd: Schiedsrichter Nikolaj Hänni – von uns DSDS-Anhängern ganz einfach Luca genannt. «DSDS» steht heute übrigens für: «Dä Schiri Däisch Schlächt.» Luca lässt verhältnismässig wenig laufen. Thun büsst daher für die kämpferische Leistung und muss immer wieder mit ansehen, wie YB spielend einfach zu Freistössen kommt. Gar kein Fingerspitzengefühl zeigt Luca in der 80. Minute, als er im Thuner Strafraum den Zweikampf Schindelholz versus Costanzo als penaltywürdig einstuft. Spycher kann sich den Ball setzen – und bezwingt Da Costa. 2:2.
Als in der 84. Minute Rama für Marco Schneuxty ins Spiel kommt, hoffen wir auf eine erneute Thuner Führung. Doch so sehr Rama auch auf dem Platz herumwirbelt – seine Doppelpässe kommen heute nicht an. Stattdessen könnte ein gewisser Michael Frey, Jahrgang 1994, als Matchwinner DIE Arena zum Beben bringen. Doch der Thuner Nachwuchsspieler, der leider mittlerweile für YB aufläuft, schiesst den Ball am Tor vorbei. So endet dieses ganz und gar nicht spezielle Spiel mit 2:2.

Sagt der Voegeli Peter: Der letzte Satz dieses Interviews gehört dir, Miliam…
Sagt der Rama Milaim: Ich möchte mich bei den Thuner Fans für die grosse Unterstützung und Wertschätzung in all den Jahren bestens bedanken. Ihr seid grossartig gewesen.
Sagt der Fanpass-Mattäng: Milaim, merci viu mau. Aber grossartig bist in all den Jahren DU gewesen.