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Thun - Concordia 4-2
23.06.2004Testspiele 2000 bis 2017


Beckham im Thundress!? Wenn in der zweiten Halbzeit den metrosexuell-gestylten Spieler mit der Nummer 12 so anschaut, glaubt man auf den ersten Blick wirklich, Klein-David suche in Thun ein neues Zuhause. Doch in Wahrheit ist der Typ nur ein Double aus Neuseeland, der mehr schlecht als recht spielt. Im Lachenstadion wird er wie der richtige Beckham nie spielen.
Das ist durchaus gut so, Sexsymbole hat die Mannschaft (glaubt man den Frauen) eh schon genug. Wahlweise schwärmt denn die recht grosse Fanschar im Waldeckstadion für Ädu Moser oder Israel Rodriguez. Doch die spielen zuerst einmal nicht. Es ist die altbekannte Stammelf rund um Lustrinelli und Gerber, die in der ersten Halbzeit den Abwehrriegel der hinten gut stehenden Congelimannschaft zu knacken versucht. Doch die Thuner haben grosse Mühe, in der ersten halben Stunde fliegen zwar zwei Bälle auf die Hauptstrasse (merke: kein Unfall!), aber keiner ins Netz. Erst in der 45. Minute klappt es endlich mit dem Torschuss. Lustrinelli spielt auf Raimondi zurück und der trifft ein. Dies jedenfalls laut der Spielanalyse von Pilzli-Pat, Sanel und ich haben nämlich nicht gecheckt, dass heute Raimondi mit der 8 spielt.
In der zweiten Halbzeit kommt dann nicht nur wie erwähnt der falsche und nicht-nutzige Beckham ins Spiel, sondern auch die Sexsymbole Israel und Ädu Moser. Nun wir gegen vorne gepowert. Das 2-0 in der 55. Minute schiesst aber trotzdem ein Verteidiger: Hodzic. Ädu Moser erhöht in der 59. Minute auf 3-0 und in der 73. Minute auf 4-0. Israel dagegen schiesst alleine vor dem Tor stehend über die Latte. Das kennen wir doch aus der Meisterschaft...
Es kommt nicht zum erhofften Kantersieg, denn Congeli gibt sich nicht auf. In der 78. Minute kann Gil nach einem klaren Foul zum Penalty antreten. Er trifft gegen den ansonsten starken Goalie Portmann sicher. Auffällig ist, dass der "Leget ihm doch zLibli a"-Gil nach dem Schuss das Trikot anbehält. In der 87. Minute schliesslich trifft die Nummer 10 von Concordia mit einem satten Weitschuss zum 4-2-Endresultat.
Kurzum: Ein schönes Spiel, das manch schlechte (italienische) EM-Partie vergessen lässt. Nur ein neuer Spieler ist leider immer noch nicht gefunden.

Matthias Engel