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YB - Thun 0-0
28.03.2004SuperLeague 2003/2004


Ein Punkt in Bern. Endlich wieder einmal! Obwohl die Thuner nach drei Spielen im Neufeld weiterhin nur ein einziges Tor jemals auf diesem kleinen Fussballplatz erzielt haben, konnten sie heute dank einem hart erkämpften 0-0 endlich einen Derbyauswärtspunkt bejubeln.
Wobei von den arbeitsintensiven Choreos auf der Thuner und auf der Berner Seite einmal abgesehen, kaum Derbystimmung aufkam am heutigen Nachmittag. Die YB-Fans hörte man heute jedenfalls 90 Minuten lang nie wirklich singen oder gar jubeln.
Wir Thuner Fans dagegen waren im Schuss. Kunststück, waren wir doch seit halb Zwölf in Bern unterwegs. Im Restaurant Mühlirad sauften, assen und sauften wir für einen guten Zweck: die Choreo-Kasse des Thuner Fanprojektes. Da Super-Küsu nur die Einkaufspreise für sich verrechnete und den Rest alles für die Thuner Fans spendete, kamen schier unglaubliche 900 Franken zusammen. Wenn das keine Garantie für auch künftig tolle Choreos ist.
Heute jedenfalls rief das Fanprojekt auf witzige Art den Kanton Berner Oberland in Erinnerung, dagegen sah die vielfach kopierte Sonne der YB-Fans ganz schön blass aus.
Im Match aber dominierte zuerst YB. Kaum eine Thuner Chance war zu verzeichnen in der ersten Halbzeit. Ausnahme waren ein Pfostenschuss und eine penaltyreife Szene. Schri Busaca habe den Thunern einen Handpenalty verwiegert, wurde uns Fans von Fernsehzusehern per Handy gemeldet. Wir Fans im Stadion haben dies wegen der schlechten Sicht vom Gästesektor aus nicht gesehen.
Einen zweiten grossen Fehlentscheid nahmen wir hingegen war. Kurtz nach der Pause wurde ein vermeintlicher Thuner Treffer vom Schiri nicht geben. Klar, passives Offside wars klar. Aber aktives?
Immerhin, in der zwieten Halbzeit spielte vor allem Thun. Nur einige wenige Male musste der souveräne Coltorti klären. Zuletzt aber dominerte klar Thun. Besonders in den letzten 10 Minuten erarbeiteten sie sich Torchance um Torchance. Es war wie verhext, dass es wie schon gegen Basel nicht klappte mit dem Torerfolg. So blieb es beim 0-0.
Das 0-0 in Bern ist aus Thuner Sicht ein voller Erfolg. Mit einer kleinen Einschränkung vielleicht: Aus neutraler Perspektive war der Match so langweilig, dass SAT1 wohl so bald kein Berner Derby mehr übertragen wird.

Matthias Engel