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Thun - YB 1-2
21.06.2003Testspiele 2000 bis 2017


Gerzensee aufgepasst, hier kommt das Babo-Mobil! Dank unseren beiden Bosnischen Fans wird ein Matchbesuch in Gerzensee doch noch möglich, denn eine ÖV-Reise hätte es nicht geben können: Samstags fährt in Gerzensee das letzte Poschi schon um 18.00 los.
In der überaus idyllischen Gemeinde erwartet uns erst eine Überraschung: Zwei Stunden parken im hohen Gras kostet ganze fünf Franken, das sind ja Stadt Berner-Preise. Dies ist aber kein Problem für die meisten Fans, sind doch unter den rund 600 Zuschauern die YB-Anhänger eindeutig in Überzahl. Dies obwohl doch Thun gestern in Bern die erste von zwei Begegnungen an diesem Derbywochenende mit 1-0 gewonnen hat. Doch auch rote Trikots sind einige zu sehen, auch einige Thuner Girls tragen neu wieder rot statt hellblau, der Marco Wölfli Fanclub rund um Celine-Heart scheint also nicht mehr zu bestehen. Colorti ist ja (so zumindest die Aussage der Schaffhausen-Fans) auch ein ganz hübscher Goalie.
Wir stehen in der ersten Halbzeit gleich neben dem YB-Tor, wo aber zu unserer Enttäuschung nicht Kult-Goalie Colavitti steht, sondern Schneuwly. Dieser hat etwas mehr zu tun als Colotri auf der anderen Seite, nicht zuletzt wegen einem wirbligen Âdu Moser. Doch zum Torerfolg kommt der Thomas Lüthi der SuperLeague leider nicht.
Dafür wirds gefährlich, als Thun zu einem Freistoss kommt. Dos Santos schiesst und trifft - 1-0!
In der Pause kommen wir dann anlässlich eines Gerzenseefest-Spielchen doch noch in den Genuss der legendären Colavitti-Paraden. Abwechslungsweise schiessen drei Wettbewerbsteilnehmer auf Colorti und Colavitti. Dabei zeigt sich Collavitti nicht nur beim Ballabwehren eine schnelle Reaktion. Als der YB-Goalie aus der Thuner Ecke als "Lilipuntaner" betitelt wird, hat Colavitti sofort eine Antwort parat: "Du bist auch nicht grösser!"
Halbzeit Zwei lässt die YB-Fans langsam verzweifeln. Die Ewiggestrige Gruppe singt mit viel Schadenfreude lauthals das "8-2"-Lied für uns. Immer wieder gerne gehört.
Die Thuner kontrollieren derweil das Spiel, so scheint es zumindest. Doch etwa 20 Minuten vor Schluss kommen die Gelben zum Ausgleich und in der Schlussminute gar - man kann es als Thunfan kaum fassen - fällt direkt vor unseren Augen gar noch das 2-1. Ein verdienter Sieg, trotz eines starken Kobels in der zweiten Halbzeit. Wäre beispielsweise ein weiterer YB-Schuss statt am Lattenkreuz im Netz gelandet, wäre der Sieg noch höher geworden.
So endet das Derbywochende mit je einem Sieg für beide Teams. Bleibt abzuwarten, wer in der SuperLeague wird jubilieren können.

Matthias Engel